Motorsport
Márquez vor Neustart: "Jetzt beginnt die Realität"
Nach seinem Wechsel ins Ducati-Werkteam spürt der sechsmalige MotoGP-Weltmeister Marc Márquez Schmetterlinge im Bauch. "Das ist gut, denn es heißt, dass die Saison beginnt", sagte der Spanier vor dem Auftakt am Wochenende in Buriram/Thailand.
Die Aussichten für den 32-Jährigen sind im Titelrennen so gut wie lange nicht. Denn Márquez, der in der vergangenen Saison für das Ducati-Kundenteam Gresini fuhr, hat jetzt das beste Material. "Ich spüre den Druck, aber das mag ich", so Márquez: "Die Vorbereitung war gut. Jetzt beginnt die Realität. Am Rennwochenende kann sich alles ändern." Es geht los mit dem Sprint am Samstag, es folgt das Hauptrennen am Sonntag (beide 09.00 Uhr MEZ/Sky).
Der Neuzugang würde "gern aufs Podium kommen. Aber ich weiß, dass ich starke Gegner und einen sehr starken Teamkollegen habe. Viele Fahrer waren bei den Tests hier sehr schnell. Wir müssen am Wochenende sehen, wo wir stehen."
Márquez fährt in diesem Jahr an der Seite des Italieners Francesco Bagnaia, Weltmeister von 2022 und 2023, um die Krone. "Wenn ich gegen Pecco kämpfen kann, heißt das, dass ich um den Titel kämpfe. Er ist der Fahrer, den es zu schlagen gilt", betonte der Routinier.
Dass Titelverteidiger Jorge Martín in Thailand nicht dabei sein kann, tut Márquez leid. Sein Landsmann hatte sich am Montag bei einem Trainingssturz Frakturen in der linken Hand zugezogen und musste operiert werden. Márquez nahm deshalb Kontakt auf. "Höre auf deinen Körper, respektiere deinen Körper, du bist jung und hast noch viele Rennen vor dir", habe er ihm gesagt.
Martín, von einer Ducati auf eine Aprilia gewechselt, wird wegen der Verletzung auch die zweite WM-Station verpassen. "Ganz sicher ist er nicht in Argentinien dabei", sagte Aprilia-Motorsportchef Massimo Rivola am Donnerstag: "Shit happens."