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Transgender: Samaranch für "wissenschaftliches Komitee"
IOC-Präsidentschaftskandidat Juan Antonio Samaranch Junior hat das Thema Transgender im Sport weit oben auf seine Agenda gesetzt. "Wir müssen ein wissenschaftliches Komitee einrichten, das unmittelbar nach dem Amtsantritt des neuen Präsidenten über die anzuwendenden Regeln entscheidet", sagte der Spanier im Interview mit der Nachrichtenagentur AFP.
"Wir sollten es vor den Spielen in Mailand und Cortina 2026 haben. Es ist dringend", führte der Sohn des früheren IOC-Bosses Juan Antonio Samaranch (1980 bis 2001) aus: "Wenn die Frist kurz ist, müssen wir härter arbeiten. Es ist keine Frage des Geldes, es ist eine Frage der Intelligenz."
Samaranch (65) ist einer von sieben Kandidaten, die sich am 20. März im einem Luxusressort in Costa Navarino/Griechenland der IOC-Vollversammlung zur Wahl stellen. Der neue IOC-Präsident bzw. die neue IOC-Präsidentin wird am 23. Juni die Amtsgeschäfte von Thomas Bach übernehmen.
Ein Dekret von US-Präsident Donald Trump zum nationalen Ausschluss von Transgender-Athletinnen aus dem Frauensport hatte Anfang Februar neue Bewegung in die Geschlechterdebatte um die Box-Olympiasiegerinnen Imane Khelif (Algerien) und Lin Yu-Ting (Taiwan) gebracht. Das IOC unter Führung von Bach vertritt die Position, dass das im Pass vermerkte Geschlecht ausschlaggebend ist.