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NFL: Las Vegas Raiders bezahlen für die Übergangslösung Geno Smith zu viel! Ein Kommentar

  • Aktualisiert: 04.04.2025
  • 17:52 Uhr
  • Max Bruns

Geno Smith hat bei den Las Vegas Raiders noch vor seinem ersten Spiel verlängert und kassiert ordentlich ab. Das ist ein großes Risiko. Ein Kommentar.

Von Max Bruns

"Ich sage es jedes Jahr, das ist meine liebste Zeit. Wir sind schließlich ungeschlagen", scherzte Mark Davis beim Treffen aller Eigentümer der 32 NFL-Teams zuletzt.

Ein wenig Selbstironie schadet nie, das steht außer Frage. Doch zugleich ist die Aussage von Davis über seine Las Vegas Raiders verbunden mit einer traurigen Wahrheit: Die Franchise ist seit Jahren eine graue Maus in der NFL.

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NFL: Las Vegas Raiders warten seit 2002 auf Playoff-Sieg

Vegas geht mit der dritten Konstellation aus Head Coach und General Manager in den vergangenen drei Spielzeiten in das Jahr 2025. Der bislang letzte Playoff-Sieg datiert aus dem Jahr 2002. Was nach einem Zahlendreher aussieht, ist keiner.

Zumal die Raiders seit 22 Jahren nur zwei Saisons mit einer positiven Bilanz aufweisen (2016 und 2021). 2024 standen am Ende vier Siege und 13 Niederlagen zu Buche.

Owner Davis hat aufgrund dieser desaströsen Statistiken offiziell einen Umbruch eingeleitet, das muss man ihm zugutehalten. Tom Brady soll als Miteigentümer seine Expertise einbringen. Genauso wie der neue General Manager John Spytek und Head Coach Pete Carroll, der weiß, wie man einen Super Bowl gewinnt.

Außerdem hat Las Vegas Geno Smith aus Seattle losgeeist und den Quarterback nun sogar langfristig gebunden.

So weit, so gut. Doch ein Blick auf die Zahlen dieses Deals zeigt: Das war ein Fehler. Die Raiders haben Smith überbezahlt!

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Las Vegas Raiders zahlen Geno Smith zu viel garantiertes Gehalt

Um zwei zusätzliche Jahre hat Smith seinen Vertrag in Vegas unterschrieben. Laut übereinstimmenden US-Medienberichten verdient er dabei rund 75 Millionen US-Dollar.

Das ist eine ganz schön große Stange Geld, wenngleich der Vertrag an sich im ligaweiten QB-Vergleich Mittelmaß ist.

Doch allein 66,5 Millionen US-Dollar sollen dem 34-Jährigen garantiert sein - und das ist der springende Punkt. Bis zu 88,5 Millionen kann der Vertrag durch Boni sogar insgesamt wert sein. Na dann, viel Spaß in der Frührente, Geno!

Aber im Ernst: Das sind zwar nicht die Zahlen der Top-Quarterbacks, aber was das garantierte Gehalt anbelangt, steht er vor Leuten wie seinem Nachfolger Sam Darnold, Baker Mayfield oder Russell Wilson.

Ist es das wert? Smith ist 34 und in jeder Hinsicht ein Leader. Das hat er bei seinem späten Aufstieg in Seattle gezeigt. Bei seinen Stationen vor den Seahawks war der Spielmacher eher Mitläufer.

Zudem muss man dem Zweitrundenpick von 2013 zugutehalten: Er ist konstant. In den vergangenen drei Saisons startete Smith in 49 von 51 möglichen Spielen. In dieser Zeit belegt er bei den angekommenen Pässen laut "ESPN" mit 68 Prozent den ligaweit vierten Platz. Und Konstanz ist das, was die Raiders auf der wichtigsten Position benötigen.

Teurer Rebuild - großes Risiko

Aber 66,5 Millionen US-Dollar an garantiertem Gehalt? Damit haben die Raiders wertvolles Geld verbraten, das sie für den Rest des Rebuilds benötigen. Zumal es auch nicht so ist, als wäre Smith ein 25 Jahre alter Franchise-Quarterback, der im kommenden Jahrzehnt noch für die Raiders spielen wird.

Vielmehr ist er eine Übergangslösung, das hatte zuletzt auch Head Coach Carroll betont: "Geno ist eine Soforthilfe." Und für eine solche Übergangslösung kassiert Smith mächtig ab.

In den sozialen Medien scherzten NFL-Fans bereits über den Deal. "Smiths Berater hat die Raiders über den Tisch gezogen", heißt es dort.

Da zu widersprechen fällt schwer. Smith darf sich jedenfalls auf seinen Zahltag freuen. Und für Davis kann man hoffen, dass sich das Risiko auszahlt und er sich im kommenden Jahr nicht wieder durch Selbstironie vor den anderen Team-Eigentümern blamieren muss.

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