Regeländerung bei Besitzer-Treffen
NFL - Schiedsrichter-Review nach persönlichen Strafen ist überfällig! Ein Kommentar
- Aktualisiert: 03.04.2025
- 11:17 Uhr
- Kai Esser
Die NFL-Schiedsrichter dürfen und sollen ab der kommenden Saison Strafen wie Roughing the Passer oder Facemask per Videobeweis überprüfen. Das ist überfällig - einen Fehler muss die Liga aber vermeiden. Ein Kommentar.
Von Kai Esser
Egal ob Roughing the Passer, Facemask oder Horse Collar Tackle. Wenn diese Strafen in der NFL ausgesprochen werden, dann tun sie meist sehr weh.
Nicht nur für den mutmaßlich gefoulten Spieler, sondern auch für die Mannschaft, die diese Strafe hinnehmen muss. 15 Yards und ein automatisches First Down gibt es für das andere Team. Bisher standen Flaggen stets fest, wenn sie geschmissen wurden.
Das ändert sich nun: Auf dem jährlichen Meeting der NFL-Besitzer entschlossen sich die Owner, Eingriffe des Videoschiedsrichters künftig zuzulassen. Was eigentlich selbstverständlich sein sollte, wurde nun eingeführt! Ein Schritt, der längst überfällig gewesen ist.
NFL - Patrick Mahomes und die Chiefs zeigen: Review ist dringend nötig
Dass der Videoschiedsrichter bei solchen Situationen zu Rate gezogen werden muss, zeigen alleine die letztjährigen Diskussionen um die Kansas City Chiefs.
Oft wurde das Narrativ verbreitet, die Chiefs würden von Schiedsrichter-Entscheidungen bevorteilt werden. Freilich ist das maßlos überzogen und viele Strafen sind noch immer Tatsachen-Entscheidungen, dennoch kann es nur der Fairness dienen.
Das Wichtigste in Kürze
Es schadet der Liga, wenn solche Narrative verbreitet werden. Doch auch abseits der Chiefs ist vor allem Roughing the Passer ein Streitthema. Oftmals haben sogar Analysten, teilweise ehemalige Quarterbacks und Defensive Ends, keine Worte mehr für Strafen. Das gehört nun (hoffentlich) der Vergangenheit an!
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NFL darf nicht den selben Fehler wie bei Pass-Interference-Strafe machen
Es werden jedoch Erinnerungen an 2019 wach. Damals entschieden sich die Teambesitzer zu einem ähnlichen Vorgang.
Nachdem das NFC Championship Game 2018 zwischen den New Orleans Saints und Los Angeles Rams durch eine klare, übersehene Pass Interference entschieden wurde, einigten sich die NFL Owner darauf, diese Strafe für den Videoschiedsrichter überprüfbar zu machen.
Die Entscheidung verkam jedoch zu einer Farce. Sogar klarste Passbehinderungen wurden nicht anders entschieden, um sich bloß daran zu halten, nur klare Fehlentscheidungen zu korrigieren. Doch die Hürde war viel zu hoch.
Es erinnert an die deutschen Ligen, in denen keinerlei Stringenz oder Konstanz bei VAR-Entscheidungen zu erkennen ist.
Die NFL ist bei diesen Vorgängen eigentlich deutlich weiter - das muss in der Saison 2025 auch zu erkennen sein.