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Neuer Weltverband: IOC erkennt World Boxing "vorläufig" an
Die olympische Zukunft des Boxens scheint gesichert. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) erkannte am Mittwoch den neuen Amateur-Weltverband World Boxing "vorläufig als internationalen Verband innerhalb der olympischen Bewegung" an, wie die Ringe-Organisation mitteilte.
"Das ist ein Meilenstein. Da haben sich alle Anstrengungen gelohnt", sagte DBV-Präsident Jens Hadler dem SID: "Das gibt den Athleten ein gutes Gefühl. Der größte Teil des Weges ist gegangen."
World Boxing gehören mittlerweile 78 Nationalverbände aus fünf Kontinenten an, darunter der Deutsche Boxsport-Verband (DBV). Der Weltverband wurde 2023 vor dem Hintergrund des Konflikts zwischen der International Boxing Association (IBA, früher AIBA) und dem IOC ins Leben gerufen. Das IOC hatte die aus Russland gelenkte IBA 2019 wegen schwerer Verfehlungen suspendiert und im Juni 2023 ausgeschlossen.
In seiner Begründung gab das IOC an, World Boxing habe aus sportlicher Sicht "den Nachweis erbracht, dass 62 Prozent der Boxer und 58 Prozent der Boxmedaillengewinner bei den Olympischen Spielen Paris 2024 nationalen Verbänden angehören, die Mitglied von World Boxing sind". Darüber hinaus wende der Verband das "Verfahren zur Wahrung der sportlichen Integrität" an und habe die "Struktur und die Dokumentation für eine gute Unternehmensführung geschaffen". Auch habe sich World Boxing "erfolgreich um den Status eines Unterzeichners des Welt-Anti-Doping-Codes beworben", so das IOC.
Der DBV ist eines der Gründungsmitglieder von World Boxing. Nach dem Ausschluss der IBA wurden die olympischen Boxturniere 2021 in Tokio und 2024 in Paris vom IOC selbst ausgerichtet.
IOC-Präsident Thomas Bach hatte in Paris deutlich gemacht, dass Boxen 2028 in Los Angeles nur dann im olympischen Programm sein werde, wenn die Ringe-Organisation "früh im Jahr 2025 einen zuverlässigen Partner" gefunden habe. Das ist mit World Boxing nun geschehen.