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Thomas müller verlässt den fc bayern

FC Bayern: Thomas Müller vor Abschied - richtige Entscheidung zum falschen Zeitpunkt - ein Kommentar

  • Aktualisiert: 05.04.2025
  • 12:46 Uhr
  • Martin Volkmar

Es gibt viele Gründe, die für das jetzt endlich verkündete Aus von Thomas Müller beim FC Bayern sprechen. Doch die monatelange Unklarheit war für alle Seiten unnötig – und unwürdig. Ein Kommentar.

Von Martin Volkmar

Es spricht für den Sportler und Menschen Thomas Müller, dass er auch an seinem vermutlich traurigsten Tage als Profi des FC Bayern Klartext sprach.

Im Gegensatz zur Mitteilung des Vereins, in der alle Aussagen glattgebügelt wirkten, machte der Routinier in seinem früher veröffentlichen Statement die Meinungsverschiedenheiten deutlich.

Dabei bestätigte Müller das, was ran und anderen Medien in der vergangenen Woche erfahren hatten:

Der 35-Jährige hätte trotz seiner Reservistenrolle gerne noch eine weitere Saison drangehängt, doch Vorstand und Aufsichtsrat hatten ihm nicht mal mehr ein Angebot machen wollen.

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FC Bayern: Uli Hoeneß mitverantwortlich für Müller-Aus

Dieses Aussortieren ist bitter für den Publikumsliebling, der im Klub groß geworden ist und alles mit den Münchnern gewonnen hat.

Ebenso wenig wird Müller der öffentliche Ratschlag von Uli Hoeneß an ihn, besser aufzuhören, bevor er als Bankdrücker endet, nicht gefallen haben – zumal ausgerechnet bei der Premiere seiner eigenen Doku.

Der nach wie vor mächtigste Mann machte damit aber Ende Februar klar, dass es in den Führungsgremien mehr als große Skepsis gegenüber einer Verlängerung gibt.

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FC Bayern und Thomas Müller: Keine neuen Vertrags-Verhandlungen

Die Gründe sind nachvollziehbar: Einerseits war Müller vor allem in der Rückrunde nur noch zweite Wahl, andererseits mit geschätzt rund 17 Millionen Euro Jahresgehalt einer der Spitzenverdiener.

Allerdings wäre der Mittelfeldspieler sicher zu einer deutlichen Reduzierung seines Salärs bereit gewesen und hätte zudem sportlich auch in der kommenden Spielzeit noch eine wichtige Rolle im Team spielen können:

Als erfahrener Backup für die Youngster, gewohnt eloquenter Kommunikator und verlängerter Arm des Trainers auf dem Trainingsplatz.

Vincent Kompany kann auf Müller verzichten

Dies wäre aber nur möglich gewesen, wenn sich Vincent Kompany vehement dafür positioniert hätte – doch der Belgier hält sich lieber aus Machtspielchen an der Säbener Straße raus.

Was im Umkehrschluss bedeutet: Müller als eine Art "Kapitän der Reserve" war auch für Kompany verzichtbar.

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Deshalb ist es das Ende bei Bayern nach 25 Jahren die richtige Entscheidung für alle Seiten.

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Müller spielt immer noch auf hohem Niveau

Die Vereinsikone hört beim Rekordmeister auf einem Niveau auf, auf dem er sportlich immerhin noch so gut ist, im Champions-League-Kracher gegen Inter Mailand als erste Alternative für den verletzten Jamal Musiala zu gelten.

Und der offenbar wirtschaftlich durch die ausufernden Kaderkosten arg herausgeforderte FC Bayern spart sich nach den kostspieligen jüngsten Vertragsverlängerungen wenigstens in diesem Fall viel Geld für einen Ersatzmann.

Trotzdem war der Weg dahin alles andere als ein Ruhmesblatt für die Verantwortlichen.

Müller: Unwürdiges Ende beim FC Bayern

Müller hätte angesichts seiner Erfolge und Verdienste, auch und vor allem als weltweit bekannter Markenbotschafter, viel früher Klarheit von Seiten der Verantwortlichen verdient gehabt.

Stattdessen suggerierte Max Eberl noch im Januar, der Titelsammler könne mehr oder weniger selbst über seine Verlängerung entscheiden.

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Damit hatte der Sportvorstand aber keine Mehrheit im Vorstand und Aufsichtsrat.

Doch statt dann konsequent einen Schlussstrich zu ziehen, ließ man das für Öffentlichkeit und Fans so sensible Thema weiter offen und damit permanente öffentliche Diskussionen zu.

Dies war, um Hoeneß zu zitieren, tatsächlich unwürdig – für Müller und für den FC Bayern.

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