Bundesliga
FC Bayern: Boss Jan-Christian Dreesen droht Kanada wegen Davies-Verletzung mit Klage - Christoph Freund spricht von Fahrlässigkeit
- Aktualisiert: 28.03.2025
- 15:46 Uhr
- ran.de
Der FC Bayern ist sauer auf den kanadischen Fußballverband und droht wegen der Verletzung von Alphonso Davies nun mit einer Klage.
Klare Worte von Bayern-Boss Jan-Christian Dreesen in Richtung des kanadischen Fußballverbandes!
"Wir fordern von Canada Soccer eine lückenlose Aufklärung der Abläufe und behalten uns juristische Schritte ausdrücklich vor", so die klare Drohung von Dreesen in der "Bild".
Doch damit nicht genug: "Einen offensichtlich verletzten Spieler mit einem angeschlagenen Knie ohne fundierte medizinische Abklärung auf einen zwölfstündigen Interkontinental-Flug zu schicken, ist aus unserer Sicht grob fahrlässig und ein klarer Verstoß gegen die medizinische Sorgfaltspflicht."
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Auch Sportdirektor Christoph Freund kündigte am Freitag eine "lückenlose Aufklärung" an. "Wie das abgelaufen ist, war nicht korrekt. Es war grenzwertig und fahrlässig", sagte er: "Wir sind der Arbeitgeber und zahlen auch die Spieler, deshalb werden wir dem nachgehen."
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FC Bayern: Auch Davies-Berater schießt gegen Kanada-Trainer Marsch
Davies hatte sich im Spiel um Platz 3 der Concacaf-Nations-League gegen die USA das Kreuzband gerissen und fällt nun sechs bis acht Monate aus, verpasst somit den Bundesliga-Endspurt sowie den Kampf um den Einzug ins "Finale dahoam" in der Champions League.
"Insgesamt ist der Einsatz von Davies, der vor dem Spiel schon muskuläre Beschwerden hatte, in einem sportlich unbedeutenden Spiel aus unserer Sicht in keinster Weise nachvollziehbar. Phonzy trifft keine Schuld – er ist Kapitän, er will Verantwortung übernehmen. Aber gerade, weil Kanada als WM-Gastgeber ohnehin für die WM 2026 qualifiziert ist, darf man bei einem Führungsspieler wie ihm kein gesundheitliches Risiko eingehen", so Dreesen weiter.
Zuvor hatte bereits Davies-Berater Nedal Huoseh schwere Vorwürfe - vor allem gegen Kanada-Trainer Jesse Marsch - erhoben.
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