Yussuf Poulsen von RB Leipzig über WG mit Kimmich: "Jeden Tag bepöbelt"
Aktualisiert: 16.08.2023
10:22 Uhr
Oliver Jensen
Yussuf Poulsen spielt seit zehn Jahren für RB Leipzig. Vor dem Supercup (Samstag, ab 19:30 Uhr live in SAT.1, auf ran.de und Joyn) spricht er über die Anfänge im Container, seine damalige WG mit dem heutigen Bayern-Star Joshua Kimmich, seinen besten Mitspieler und Anfeindungen gegnerischer Fans.
ran: Herr Poulsen, der TV-Experte Didi Hamann hat verraten, dass nicht der FC Bayern München sein Favorit auf die Meisterschaft ist – sondern RB Leipzig. Was sagen Sie zu dieser Prognose?
Yussuf Poulsen: Das ist auf jeden Fall eine interessante Aussage. Ob wir so weit sind, wissen wir selbst noch nicht. Wir sind im Vergleich zum vergangenen Jahr ein neues Team. Wir haben viele gute Spieler hinzugeholt. Aber es braucht auch immer ein bisschen Zeit, bis man sich aufeinander eingestellt hat. Wir werden sehen, was möglich ist.
ran: Welche Bedeutung hat für Sie nun der Supercup gegen den FC Bayern München am Samstagabend?
Poulsen: Es geht um den ersten Titel der Saison. Das ist ein Endspiel. Wir werden den Supercup genauso angehen wie das Pokalfinale.
ran: Sie sind der dienstälteste Spieler von RB Leipzig und gehören dem Verein nun ziemlich genau zehn Jahre an. Als Sie damals im Sommer 2013 ihre Heimat Dänemark verließen und zu RB Leipzig wechselten, war der Verein frisch von der Regionalliga in die 3. Liga aufgestiegen. Sie hatten damals auch Angebote von mehreren Erstliga-Vereinen. Warum sind Sie trotzdem nach Leipzig gegangen?
Poulsen: Ich hatte zuvor eineinhalb Jahre in Dänemark für eine Profimannschaft gespielt und wollte nicht in eine 2. Mannschaft wechseln. Bei den Erstligisten, von denen ich ein Angebot vorliegen hatte, war ich zunächst für genau diese 2. Mannschaft angedacht. Das wollte ich nicht. Und mit den Ambitionen, die RB Leipzig schon damals hatte, passte das sehr gut.
ran: RB Leipzig wurde erst im Jahre 2009, also vier Jahre vor Ihrer Ankunft, gegründet. In welchem Zustand fanden Sie den Verein damals vor, wenn man das mit heute vergleicht?
Poulsen:(lacht) Da hat sich viel verändert. Die ersten eineinhalb Jahre haben wir uns hier noch in Containern umgezogen. Die Baumaßnahmen an unserem heutigen Trainingsgebäude hatten gerade erst begonnen. Später bekamen wir dann neue Trainingsplätze hinzu, das Stadion wurde umgebaut. Es gibt baulich nur wenige Dinge, die gleichgeblieben sind.
ran: Wie kam es dazu, dass Sie zu dieser Zeit eine WG mit Joshua Kimmich gründeten, der damals seine erste Saison im Profifußball für RB Leipzig bestritt und nun am Samstag Ihr Gegenspieler im Supercup sein wird?
Poulsen: Wir waren beide zum ersten Mal von zu Hause weg. Er hatte in Stuttgart noch nahe bei seiner Familie gewohnt. Für mich war es das erste Mal, dass ich im Ausland gewesen bin. Ich wohnte in Dänemark damals ebenfalls noch bei meiner Familie. Im Hotel hatten wir immer Zimmer direkt nebeneinander und verstanden uns gut. Unser Teammanager kam dann auf die Idee, dass wir zusammenziehen könnten. Also haben wir das probiert. Und es hat dann auch zwei Jahre sehr gut funktioniert, bis Joshua nach München gewechselt ist.
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Poulsen über WG-Zeit mit Kimmich: "Jeden Tag bepöbelt"
ran: Wie kann man sich das Leben in der jungen WG Poulsen/Kimmich vorstellen? Wurde bis spät am Abend Playstation gespielt?
Poulsen: Klar, es gab eine Playstation im Wohnzimmer und wir haben viel FIFA gespielt. Da ging es ordentlich her. Ich glaube, wir haben uns jeden Tag dabei ordentlich bepöbelt (lacht). Das war eine richtig gute Zeit, in der wir viel voneinander gelernt haben – nicht nur fußballerisch, sondern auch menschlich. Er ist ein sehr guter Kerl und ich bin froh, dass wir damals zusammengewohnt haben. Damals war übrigens das letzte Mal, dass ich FIFA gespielt habe. Heute habe ich keine Playstation mehr im Wohnzimmer stehen (lacht).
ran: Sie sind mit RB Leipzig auf Anhieb von der 3. Liga in die 2. Bundesliga aufgestiegen. Zwei weitere Jahre später gelang der Aufstieg in die Bundesliga. Heute ist RB Leipzig Stammgast in der Champions League. Hat sich die Spielphilosophie über die Jahre verändert oder ist diese größtenteils immer gleichgeblieben?
Poulsen: Die meisten Trainer, die wir hatten, hatten die gleiche Philosophie. Daher blieb die Ausrichtung eigentlich immer ähnlich, wurde je nach Trainer nur ein bisschen angepasst. Ich würde sagen, dass unsere Spielphilosophie heute nicht mehr ganz so extrem nur auf die Arbeit gegen den Ball ausgerichtet ist wie damals.
ran: Marco Rose ist der neunte Trainer, unter dem Sie bei RB Leipzig aktiv sind. Welcher Trainer hat Ihnen für Ihre persönliche Entwicklung am meisten mitgegeben?
Poulsen:(überlegt) Ich glaube, mein erster Trainer Alexander Zorniger hat mich am meisten geprägt. Ich kam damals von einem Verein (Lyngby BK, Anm. d. Red), der praktisch die Philosophie von Ajax Amsterdam und dem FC Barcelona hatte. Und zwar: Wenn wir zu 100 Prozent den Ball haben, kann der Gegner kein Tor machen! Dann kam ich nach Deutschland. Und der erste Satz, den ich von Zorniger hörte, war: "Die Mannschaft, die am wenigsten Fehler macht, gewinnt." Dadurch hatte sich meine Fußballsicht, die ich mit 17 oder 18 Jahren noch hatte, komplett verändert. Das hat mich geprägt.
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Poulsen über besten Mitspieler: "Keita kann ganze Mannschaft ausdribbeln"
ran: Sie haben auch mit vielen großartigen Fußballspielern zusammengespielt. Wer war fußballerisch der beste Mitspieler?
Poulsen: Puh, das ist eine schwierige Frage, weil Spieler unterschiedliche Stärken haben. Es geht im Fußball nicht nur darum, wie oft man den Ball hochhalten kann… Aber ich würde wohl Naby Keita nennen. Er ist ein Spieler, den der Ball nehmen und die ganze gegnerische Mannschaft inklusive des Torwarts ausdribbeln kann, sich dann den Ball erneut nehmen und das Gleiche noch einmal machen könnte. Es gibt nur wenige Spieler, die so etwas können.
ran: Demzufolge hat der SV Werder Bremen einen guten Transfer getätigt…
Poulsen: Ja, wenn er fit bleibt, auf jeden Fall.
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Bundesliga-Transfergerüchte: SC Freiburg vor neuem Transferrekord für Frankreich-Juwel
Cyriaque Irie (ESTAC Troyes) Der SC Freiburg steht wohl unmittelbar vor der Verpflichtung des französischen Angreifers Cyriaque Irie. Der 19-Jährige von Zweitligist ESTAC Troyes soll laut "L'Equipe" bis zum 15 Millionen Euro kosten. Der bisherige Rekordeinkauf der Breisgauer ist ebenfalls ein Franzose: Baptiste Santamaria kam 2020 für rund zehn Millionen in den Schwarzwald.
Love Arrhov (IF Brommapojkarna) Eintracht Frankfurt steht laut Informationen der schwedischen Zeitung "Aftonbladet" kurz vor der Verpflichtung des 16-Jährigen Love Arrhov. Der schwedische Juniorennationalspieler kann im offensiven Mittelfeld sowie als Linksaußen eingesetzt werden und debütierte bereits im schwedischen Pokal bei den Profis. Die Eintracht soll für ihn 4,6 Millionen Euro an den schwedischen Erstligisten überweisen.
Albian Hajdari (FC Lugano) Bayer 04 Leverkusen hat offenbar großes Interesse an Innenverteidiger Albian Hajdari. Der 21-Jährige Innenverteidiger steht aktuell beim Schweizer Klub FC Lugano unter Vertrag und gilt als einer der besten Abwehrspieler der Super League. Laut "Sky" soll sich die Werkself mit einem möglichen Transfer auf einen Abgang von Jonathan Tah und Piero Hincapie vorbereiten.
Hugo Larsson (Eintracht Frankfurt) Lotst Manchester City nach Omar Marmoush das nächste Frankfurt-Talent in die Premier League? Laut "Sky" sind die "Citizens" stark an Hugo Larsson interessiert. Dem Bericht zufolge hat der englische Meister bereits erste Gespräche mit Eintracht Frankfurt und dem schwedischen Mittelfeldspieler geführt. Die SGE fordert wohl eine Ablösesumme von mindestens 60 Millionen Euro.
Nick Woltemade (VfB Stuttgart) Verliert der Vizemeister seinen Shootingstar im Sommer bereits wieder? Wie die "BILD" berichtet, hat der VfB Stuttgart bei Stürmer Nick Woltemade eine Schmerzgrenze, bei der man den Spieler offenbar abgeben würde. Demnach wären die Schwaben ab einer Summe von 40 Millionen Euro gesprächsbereit, was einen neuen Rekordtransfer für den Klub bedeuten würde. Woltemade kam vor der Saison ablösefrei von Werder Bremen. Ein Bundesliga-Topteam soll bereits ganz genau hinschauen ...
Nick Woltemade (VfB Stuttgart) Da der FC Bayern einen Backup für Harry Kane holen möchte, ploppen immer wieder Gerüchte über mögliche Kandidaten auf. Aktuell wird Stuttgarts Nick Woltemade gehandelt. "Er wird beobachtet. Er ist im Blickfeld, aber es gibt bisher nichts Konkretes", hieß es bei "Sky". Fakt ist: Der 23-Jährige spielt eine starke Saison für die Schwaben. Er erzielte bislang zwölf Tore und bereitete drei weitere Treffer vor. Der Vertrag des U21-Nationalspielers läuft noch bis 2028.
Jadon Sancho (FC Chlesea) Kehrt Jadon Sancho erneut in die Bundesliga zurück? Laut des Portals "GiveMeSport" steht der 24-jährige Engländer bei seinem Ex-Klub Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen auf der Liste. Zurzeit ist der Offensivspieler von Manchester United an Chelsea ausgeliehen, ein Verbleib bei den "Blues" scheint aber trotz der Kaufpflicht von rund 25 Mio. Euro unwahrscheinlich.
Wataru Endo (FC Liverpool) Eintracht Frankfurt könnte im Sommer 2025 laut "Bild" einen alten Bekannten zurück in die Bundesliga holen: Wataru Endo. Dem Bericht nach arbeiten die Hessen an der Verpflichtung des 32-jährigen Japaners, der künftig den routinierten Anführer geben könnte. Endos Vertrag beim FC Liverpool läuft noch bis 2027. In Frankfurt könnte Endo künftig den Kaderplatz von Mahmoud Dahoud einnehmen, der dem Bericht nach nur noch eine untergeordnete Rolle in den Planungen spielen soll.
Jonathan Burkardt (1. FSV Mainz 05) Der FC Bayern zeigt offenbar Interesse an Nationalspieler Jonathan Burkardt. Das berichtet "Sky". Demnach sei der 24 Jahre alte Mainzer einer von mehreren Kandidaten für die Rolle des Backups von Harry Kane. Burkardts Profil gefalle den Bayern-Verantwortlichen, zudem steht er bei derselben Beraterfirma wie Manuel Neuer unter Vertrag. Allerdings sei offen, ob die Bayern konkrete Schritte unternehmen werden.
Taylan Bulut (FC Schalke 04) Einer der Emporkömmlinge aus der Knappenschmiede ist Rechtsverteidiger Taylan Bulut. Der U19-Nationalspieler überzeugt beim FC Schalke 04 mit konstanten Leistungen. Die haben offenbar auch Begehrlichkeiten in der Bundesliga geweckt. Laut "kicker" soll der SC Freiburg Interesse an einer Verpflichtung haben. Laut "WAZ" hat Bulut eine Ausstiegsklausel von rund acht Millionen Euro in seinem Vertrag.
Xavi Simons (RB Leipzig) Erst im Januar unterschrieb Xavi Simons einen fixen Vertrag bei RB Leipzig, nachdem er zuvor von Paris St. Germain ausgeliehen war. Doch im kommenden Sommer könnten sich die Wege wieder trennen. Wie die "Bild" und "Sky" berichten, ist Simons beim Verpassen der Champions League von RB Leipzig wohl nicht zu halten. Als Ablöse stehen rund 80 Millionen Euro im Raum - 30 Millionen mehr, als Leipzig nach Paris überwiesen hat.
Nico Williams (Athletic Bilbao) Bereits nach der Europameisterschaft 2024 hatte der FC Bayern München offenbar an Nico Williams gebaggert. Nun soll der Flügelspieler wieder im Fokus des Rekordmeisters sein. Das berichtet die "BILD". Demnach müsste der FCB jedoch vorher Verkäufe tätigen, zumal auf seiner Position mit Serge Gnabry, Leroy Sane, Kingsley Coman sowie Michael Olise ein Überangebot bestehen würde. Williams' Vertrag in Bilbao läuft noch bis 2027, angeblich soll eine Ausstiegsklausel von 60 Millionen Euro verankert sein.
Derry Scherhant (Hertha BSC) Berichten der "Bild" zur Folge droht der Hertha der Verlust von Eigengewächs Derry Scherhant. Der Flügelstürmer soll eine Aufstiegsklausel von unter zwei Millionen Euro besitzen. Ein Sommerabgang wäre ein schwerer Schlag: Das 22-jährige Toptalent konnte in der Saison bereits neun Scorer beisteuern.
Victor Boniface (Bayer 04 Leverkusen) Plant Bayer Leverkusen ohne Viktor Boniface? Bereits im Winter stand der Stürmer kurz vor einem Abgang nach Saudi-Arabien, blieb jedoch in Leverkusen. Im Sommer soll laut "Bild" nun wirklich die Trennung erfolgen, wohl auch aufgrund von Disziplinlosigkeiten des 24-Jährigen. Das Preisschild für den Nigerianer liegt laut Bericht bei mindestens 50 Millionen.
Hugo Ekitike (Eintracht Frankfurt) Folgt Hugo Ekitike seinem Ex-Mitspieler Omar Marmoush auf die britische Insel? Wie aus einem Bericht von "Sky Switzerland" hervorgeht, haben zwei Premier-League-Klubs ihre Fühler nach dem französischen Stürmer Eintracht Frankfurts ausgestreckt. Demnach sollen Newcastle United und Arsenal am 22-Jährigen interessiert sein, der am Main noch Vertrag bis 2029 hat.
Lukas Kwasniok (SC Paderborn) Seit 2021 arbeitet Lukas Kwasniok mit dem SC Paderborn daran, in die Bundesliga aufzusteigen. Womöglich schafft es der 43-Jährige auch auf einem anderen Weg ins Oberhaus. Wie "Sky" berichtet, steht der Coach auf der Liste des VfB Stuttgart, sollte Sebastian Hoeneß die Schwaben im Sommer verlassen. Allerdings wäre eine Ablöse fällig, denn Kwasniok steht noch bis 2026 in Ostwestfalen unter Vertrag. In dem Bericht findet sich auch ein zweiter Name ...
Matthias Jaissle (Al-Ahli) ... und auch der hat bisang als Coach noch keinerlei Bundesliga-Erfahrung vorzuweisen. Es handelt sich um Matthias Jaissle, der als Jugendspieler zwar eine VfB-Vergangenheit hat, im Herrenbereich bislang aber nur im Ausland trainierte. Mit RB Salzburg gewann der frühere Hoffenheimer zwei Meisterschaften und einmal den ÖFB-Pokal. Seit Juli 2023 trainiert er bei Al-Ahli in Saudi-Arabien, wo er noch bis 2026 Vertrag hat. Dort arbeitet Jaissle unter anderem mit Roberto Firmino und Riyad Mahrez.
Neymar (FC Santos) Obwohl Neymar gerade erst zu Jugendklub Santos zurückgekehrt ist, wird im Hintergrund wohl schon an einem Europa-Comeback des brasilianischen Superstars gearbeitet. Laut der spanischen Zeitung "Sport" soll Berater Pini Zahavi seinen Klienten nicht nur bei dessen Ex-Klub FC Barcelona angeboten haben, sondern auch dem FC Bayern. Allerdings dürfte sich Zahavi sowohl ...
Neymar (FC Santos) ... bei den Katalanen als auch an der Säbener Straße eine Absage geholt haben. "Ich glaube nicht, dass es der richtige Moment für Barcelona ist, über Neymar nachzudenken", nahmen die Katalanen in Person von Sportdirektor Deco zuletzt öffentlich schon Abstand von einer Verpflichtung des 33-Jährigen. In München dürfte es ähnlich sein, Neymar ist zu teuer, außerdem passt er altersbedingt nicht in den Verjüngungs-Plan auf den offensiven Außenbahnen.
Florian Wirtz (Bayer Leverkusen) Was macht Florian Wirtz? Wie der Leverkusener seine Zukunft angeht, ist noch offen. Klar ist aber laut der "Sport Bild", dass Manchester City wohl ernst macht. Denn der sportlich strauchelnde Premier-League-Klub um Trainer Pep Guardiola soll Giovanni Branchini als Unterhändler eingesetzt haben, um den Transfer auf die Insel zu realisieren.
Florian Wirtz (Bayer Leverkusen) Branchini soll Wirtz und dessen Familie von einem Wechsel zu den Citizens überzeugen. Brisant dabei: Branchini, der immer wieder bei großen Transfers mitmischt und auch mit den Bayern seit 1992 regelmäßig zusammenarbeitet, ist mit Karl-Heinz-Rummenigge befreundet. Auch die Bayern wollen Wirtz, der bei Bayer noch einen Vertrag bis 2027 hat, verpflichten.
Muhammed Damar (1899 Hoffenheim/SV Elversberg) Der VfB Stuttgart bereitet sich wohl auf einen möglichen Abgang von Enzo Millot vor. Laut "Bild" sollen die Schwaben Muhammed Damar als eventuellen Nachfolger im Blick haben. Der 20-Jährige ist derzeit von der TSG Hoffenheim in die 2. Bundesliga zu Überraschungsteam SV Elversberg verliehen und überzeugt bei den Saarländern. Allerdings soll Damar nicht nur beim VfB Thema sein, auch Borussia Mönchengladbach, der VfL Wolfsburg und Union Berlin haben den deutschen U21-Nationalspieler demnach auf dem Zettel.
Anton Stach (TSG Hoffenheim) In dieser Saison kämpft Anton Stach mit der TSG Hoffenheim gegen den Abstieg, ab Spätsommer könnte er womöglich in der Champions League spielen. Wie die "Bild" berichtet, soll der Mittelfeldspieler das Interesse von Eintracht Frankfurt wecken. Den Hessen gefalle neben seiner Körpergröße von 1,94 Metern auch sein gutes Spielverständnis und vor allem sein starkes Passspiel. Sein Vertrag läuft 2027 aus, als Ablöse werden dem Artikel zufolge wohl mehr als zwölf Millionen Euro fällig.
Ritsu Doan (SC Freiburg) Auf der Suche nach einem neuen Rechtsaußen könnte Eintracht Frankfurt offenbar im Breisgau fündig werden. Laut Informationen der "Sport Bild" steht Ritsu Doan (rechts) vom SC Freiburg auf der Liste der SGE. Der 26-jährige Japaner hat einen Marktwert von 22 Millionen Euro. Neben Doan sollen auch Dilane Bakwa (RC Straßbourg) und Nicolas Kühn (Celtic Glasgow) Kandidaten sein.
Mohamed Amoura (VfL Wolfsburg) Holt Eintracht Frankfurt den Nachfolger von Omar Marmoush von einem Konkurrenten? Wie "Sky" berichtet, haben die Verantwortlichen der SGE den Mittelstürmer Mohamed Amoura als perfekten Marmoush-Ersatz auserkoren. Aktuell steht der Algerier in Diensten des VfL Wolfsburg, ist aber nur von Union St. Gilloise ausgeliehen. Der VfL hat eine Kaufoption. Amoura kommt in dieser Saison auf je neun Treffer und Vorlagen.
Guillaume Restes (FC Toulouse) Der FC Bayern beschäftigt sich trotz der Verpflichtung von Jonas Urbig offenbar mit einem weiteren Torwarttalent. Wie die "Bild" berichtet, beobachtet der Rekordmeister aktuell Guillaume Restes vom FC Toulouse. Der 19-Jährige ist Stammkeeper des Ligue-1-Klubs, mit Bayerns Michael Olise gewann er im Vorjahr Olympia-Silber in Paris. Mit Toulouse triumphierte er 2023 im französischen Pokal.
Jonathan Tah (Bayer Leverkusen) Innenverteidiger Jonathan Tah hat angeblich einen neuen Verein. Wie die spanische "El Mundo Deportivo" schreibt, hat sich der Nationalspieler für einen Wechsel zum FC Barcelona entschieden. Der Vertrag von Tah läuft im Sommer aus, ein Wechsel zu Barca wäre demnach ablösefrei möglich. Fix ist der Wechsel noch nicht, vor allem muss Barcelona vorher Spieler loswerden, um den Nationalspieler überhaupt registrieren zu können.
ran: RB Leipzig ist mittlerweile ein sehr angesehener Fußballverein. Aber es ist noch gar nicht so lange her, als der Verein sehr in der Kritik stand und vielen Anfeindungen ausgesetzt war. Wie haben Sie diese Entwicklung als Spieler wahrgenommen?
Poulsen: Ich muss sagen, dass das Thema viel größer war, als wir das als Spieler wahrgenommen haben. Wenn ein Neuling kommt und die Dinge etwas anders macht als andere Vereine und gleich Erfolg hat, gibt es immer welche, die sich dagegenstemmen. Mittlerweile sind die Meinungen gegenüber unserem Verein nicht anders als gegenüber anderen Vereinen.
ran: Wie hat sich das Fanaufkommen innerhalb von Leipzig in dieser Zeit verändert?
Poulsen: Das Faninteresse hat sich in den zehn Jahren natürlich sehr verändert. Als ich nach Leipzig kam, war der Verein gerade von der 4. in die 3. Liga aufgestiegen. Vier Jahre später spielten wir in der Champions League. Dadurch stieg natürlich auch das Interesse innerhalb der Stadt. Mittlerweile haben wir über 30.000 Dauerkartenkunden und das Stadion ist regelmäßig voll. In der Stadt siehst du viele Kids, die voller Stolz unser Trikot tragen. Wobei wir auch in der 3. Liga vor ausverkauftem Haus gespielt haben, als wir aufgestiegen sind.
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Poulsen über Erfolgsfaktor: "Spielphilosophie nie großartig verändert"
ran: RB Leipzig hat über die Jahre immer wieder Top-Spieler verloren – ob nun Naby Keita, Ibrahima Konaté, Dayot Upamecano, Marcel Sabitzer oder nun Christopher Nkunku und Josko Gvardiol. Trotzdem zählt der Verein Jahr für Jahr zu den Top-Teams der Bundesliga. Was ist das Erfolgsgeheimnis dieses Vereins?
Poulsen: Einmal unsere Spielphilosophie, die sich über all die Jahre nie großartig verändert hat. Zudem hat unsere Mannschaft immer einen starken Kern beisammen behalten. Ich glaube, wir haben sechs Spieler, die seit der 2. Liga hier im Verein sind. Hinzu kommen ein, zwei Spieler, die damals zum Bundesligaaufstieg hinzugestoßen sind. Wir konnten den neu hinzugekommenen Spielern immer gleich zeigen, worum es hier geht. Außerdem haben wir einfach viel Qualität, das ist auch ein Faktor.
ran: Sie haben bereits vor vielen Jahren damit begonnen, mit einem Mentaltrainer zu arbeiten. Wie wichtig war das für Sie als Spieler?
Poulsen: Für mich ist Mentaltraining sehr wichtig. Es geht im Fußball wie gesagt nicht nur darum, dass man gut mit dem Ball umgehen kann. Viele Dinge spielen sich im Kopf ab. Die meisten Tore fallen direkt nach einem anderen Tor. Das zeigt, wie wichtig das Mentale und somit auch das Mentaltraining ist. Wie genau das abläuft, ist allerdings von Spieler zu Spieler unterschiedlich. Manche Spieler meditieren, andere Spieler bekommen wichtige Impulse durch Gespräche.