Fußball
"Jagd nach Geld": Rummenigge will Gehaltsobergrenze
Karl-Heinz Rummenigge (69) hat erneut die Einführung einer Gehaltsobergrenze im Fußball gefordert. "Wir müssen versuchen, eine Lösung zu finden - so kann es nicht weitergehen", sagte der langjährige Vorstandschef und heutige Aufsichtsrat von Bayern München am Rande der 125-Jahr-Feier des Rekordmeisters: "Alle im Fußball gehen nur noch jeden Tag auf der Jagd nach Geld ins Büro, um Berater und Spieler zufriedenzustellen. Das kann nicht die Zukunft sein."
Weil die Gehaltskosten der Klubs immer weiter steigen, wünscht sich Rummenigge einen Runden Tisch zum Thema Salary Cap. FIFA-Präsident Gianni Infantino habe er bereits gefragt, ob der Weltverband bei der Gehaltsdeckelung "mitmacht", sagte der Vize-Weltmeister von 1982 und 1986: "Ich bin aber ein Freund davon, dass alle Stakeholder am Tisch sitzen - die Spielergewerkschaft, die Ligen, die Verbände."
Eine Gehaltsobergrenze im Fußball wird bereits seit Jahren diskutiert, zuletzt hatte sich auch Geschäftsführer Klaus Filbry vom FC St. Pauli für die Idee stark gemacht. "Das wäre ein Mittel, um den Wahnsinn einzugrenzen, der bezüglich der Gehälter passiert", sagte er: "Aus meiner Sicht ein wichtiger Baustein, um Wettbewerbsintegrität wieder herzustellen."