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Tebas: "Finanzdoping" von Paris und ManCity "schadet dem Fußball"

  • Aktualisiert: 07.09.2017
  • 11:01 Uhr
  • SID
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© AFPSIDArchivROSLAN RAHMAN

Spaniens Liga-Präsident Javier Tebas ist "skeptisch", ob die UEFA in der Lage sein wird, den aktuellen Transfer-Wahnsinn wieder einzudämmen.

Frankfurt/Main - Spaniens Liga-Präsident Javier Tebas ist "skeptisch", ob die Europäische Fußball-Union (UEFA) in der Lage sein wird, den aktuellen Transfer-Wahnsinn wieder einzudämmen. "Jedes Jahr kommt mehr und mehr Geld rein und es passiert nichts", sagte Tebas beim Football Summit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die Millionen-Einnahmen von Paris St. Germain und Manchester City seien nichts anderes als "Finanzdoping".

Die beiden Klubs hatten in der vergangenen Transferperiode erneut enorm viel Geld investiert. Der französische Spitzenklubs verpflichtete den Brasilianer Neymar für 222 Millionen Euro vom FC Barcelona. "Es entsteht ein Dominoeffekt", sagte Tebas: "Wir sind davon überzeugt, dass das den europäischen Fußball destabilisieren und destrukturieren wird."

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Hahn für das Erdöl aufdrehen

PSG (Katar) und City (Abu Dhabi) gehören regierungsnahen Investoren aus dem Nahen Osten. "Wenn sie einen Spieler haben wollen, müssen sie nur die Sponsorenmaschine in Gang setzen, den Hahn für das Erdöl aufdrehen und sagen: 'Her mit dem Spieler'." 

Paris' Leihgeschäft mit dem Franzosen Kylian Mbappé, der erst in der kommenden Saison für 180 Millionen Euro verpflichtet werden soll, sei ein "billiger Trick, das haben wir früher in der Schule gemacht", sagte Tebas: "Wir müssen aufpassen, dass das Ganze nicht nur die Leidenschaft von irgendeinem Scheich ist." 

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"Schadet dem Fußball"

Deutschlands Rekordmeister Bayern München habe "dieses Finanzdoping nicht - wie sollen sie denn mit Vereinen wie Paris und City konkurrieren?", fragte Tebas: "Da werden keine Marktpreise bezahlt, das liegt weit darüber."

Deshalb habe die spanische Liga Paris bei der UEFA angezeigt - schon vor dem Vollzug des Neymar-Transfers. "Das schadet dem Fußball schon lange", sagte Tebas. Europas Dachverband schreibt mit dem Financial Fair Play eigentlich vor, dass die Klubs nicht erheblich mehr ausgeben als einnehmen dürfen.

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