Weltmeisterschaft 2026
WM-Qualifikation in Südamerika: Weltmeister Argentinien demütigt Brasilien und qualifiziert sich souverän
- Aktualisiert: 26.03.2025
- 14:06 Uhr
- SID
Nachdem sich Argentinien bereits auf dem Sofa für die WM qualifiziert hat, demütigt der Weltmeister auch noch den Erzrivalen aus Brasilien.
Als erste südamerikanische Mannschaft hat sich Weltmeister Argentinien für die WM-Endrunde 2026 qualifiziert.
Nach Boliviens Nullnummer gegen Uruguay zuvor ging der Titelverteidiger am Dienstagabend (Ortszeit) schon mit dem rechnerisch gesicherten WM-Ticket in den "Clasico" gegen Brasilien - und demütigte die taumelnde Seleção mit einer 4:1 (3:1)-Machtdemonstration.
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Dem Trainer droht schon wieder das Aus, die Spieler geben sich schuldbewusst: Nach der Demütigung in der WM-Qualifikation steht die brasilianische Fußball-Nationalmannschaft vor dem nächsten Neustart. Es sei der "heikelste Moment meiner Karriere", gab Dorival Junior zu.
Es war zwar erst die zweite Niederlage im 16. Spiel unter seiner Regie, doch nach nur einem Jahr im Amt könnte es das für den dritten Trainer im WM-Zyklus bereits gewesen sein.
Harter Vergleich mit 7:1-Niederlage gegen Deutschland
Während die "Fiesta Argentina" in einem Feuerwerk über dem Monumental-Stadion von Buenos Aires endete, zogen Brasiliens Medien unisono die 1:7-Schmach aus dem WM-Halbfinale 2014 gegen Deutschland zum Vergleich heran. Daher wird es für Dorival Junior eng, das Trainerkarussell könnte sich bald wieder drehen.
Das Wichtigste in Kürze
Nach dem Viertelfinal-Aus bei der WM 2022 unter Tite scheiterten Ramon Menezes als Interimscoach und dann Fernando Diniz am Neuaufbau Richtung Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko. Und so taucht der Name Tite in der aktuellen Trainer-Diskussion wieder auf.
"Die Schuld trägt nicht der 'Professor' allein, sondern alle", mahnte Kapitän Marquinhos. Schließlich war der Coach zu vier seiner sechs Startelf-Änderungen gegenüber dem 2:1 am Donnerstag gegen Kolumbien durch Verletzungen oder Sperren gezwungen. Und weil bei Anpfiff gleich sieben Spieler mit weniger als 15 Länderspielen auf dem Platz standen, war Brasilien leichte Beute für den Weltmeister.
"Historischer Tanzball", schrieb das Sportblatt Olé, die großen Zeitungen titelten in ihren Online-Ausgaben euphorisch von einer "denkwürdigen Nacht" (Clarin) oder gar poetisch vom "Parfüm der Glückseligkeit" (La Nacion). Julio Alvarez (4.), Enzo Fernandez (13.), Alexis Mac Allister (37.) und Giuliano Simeone (71.) versetzten nicht nur die 85.000 Fans im ausverkauften Nationalstadion in kollektiven Freudentaumel. Das Gegentor durch Matheus Cunha (27.) ließ die Olé-Rufe nur kurz verstummen.
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WM-Qualifikation für Brasilien noch möglich
Für Brasilien (21 Punkte) ist das WM-Turnier in Nordamerika trotz der fünften Niederlage im 14 Eliminatorias-Spiel unverändert in Reichweite. Denn hinter den enteilten Argentiniern (31) knubbeln sich im Kampf um fünf weitere Endrunden-Plätze noch Ecuador (23), Uruguay (21) sowie Paraguay (21) und Kolumbien (20). Venezuela (15) hat auf Platz sieben schon gebührenden Abstand.
Kurioser Fakt am Rande: Zum ersten Mal seit 20 Jahren standen weder Messi noch sein ebenfalls verletzter Freund Neymar im "Clasico" auf dem Platz. Zuletzt fehlte mindestens einer von beiden beim Confed-Cup-Finale 2005 in Deutschland. Ergebnis damals: 4:1, aber für Brasilien.