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DHB nominiert eigenen Kandidaten für Wahl zum IHF-Präsidenten
Der Deutsche Handballbund (DHB) wird bei der Wahl zum Präsidenten des Weltverbandes IHF einen eigenen Kandidaten gegen Amtsinhaber Hassan Moustafa ins Rennen schicken. Der Verband teilte am Samstag mit, Gerd Butzeck beim 40. IHF-Kongress in Kairo (19. bis 22. Dezember) für die Wahl des höchsten Amtes im Welthandball zu nominieren. Dies beschloss das DHB-Präsidium bei seiner Sitzung in Berlin.
Butzeck sei "einer der erfahrensten und profiliertesten Handball-Funktionäre – global vernetzt und mit Einblicken in unseren Sport von der Basis bis zum absoluten Top-Level", sagte DHB-Präsident Andreas Michelmann. "Wir möchten mit diesem Vorschlag der internationalen Handball-Familie eine Option anbieten, so die globale Zukunft des Handballs mitgestalten zu können. Zugleich sind wir Dr. Hassan Moustafa dankbar für alles, was er bisher für den Handball getan hat." Der 80 Jahre alte Ägypter Moustafa steht seit fast einem Vierteljahrhundert an der IHF-Spitze.
Der 66-jährige Butzeck begann seine Tätigkeit als Handball-Funktionär 1992 als Vizepräsident des belarussischen Handballverbandes. Zudem arbeitete er zwischen 1993 und 2006 in Arbeitsgruppen der IHF und des europäischen Verbandes EHF. Seit 2006 fungiert Butzeck als Geschäftsführer der Group Club Handball und der Interessenvertretung der internationalen Spitzenvereine.