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Bach nach Abschied als Präsident auch kein IOC-Mitglied mehr
Präsident Thomas Bach wird dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) nach seinem für den 23. Juni geplanten Abschied auch nicht mehr als reguläres Mitglied angehören. Das teilte die Ringe-Organisation am Mittwoch mit. Demnach hat die IOC-Exekutive dem im Wochenverlauf eingereichten Rücktrittsgesuch des 71 Jahre alten Würzburgers entsprochen.
Bach war 1991 als ordentliches Mitglied ins IOC aufgenommen worden. Fünf Jahre später erfolgte die Wahl des Fecht-Olympiasiegers von Montreal 1976 in die Exekutive. Bis zu seinem Aufstieg zum neunten IOC-Boss 2013 fungierte der Wirtschaftsanwalt zehn Jahre unter dem Belgier Jacques Rogge als IOC-Vizepräsident sowie ab 2006 in Personalunion auch als Gründungspräsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).
Erste Berührungspunkte zum IOC hatte Bach jedoch schon Anfang der 80er Jahre. Als einer von mehreren Athletenvertretern nahm der Unterfranke am Olympischen Kongress 1981 in Baden-Baden teil und gehörte danach auch der im Kurort beschlossenen IOC-Athletenkommission als Gründungsmitglied an.
Bach hat seinen Rückzug als IOC-Chef nach zwei Wahlperioden mit insgesamt zwölfjähriger Amtszeit im Vorjahr kurz vor Abschluss der Olympischen Spiele in Paris angekündigt. Die Wahl der neuen Person an der IOC-Spitze findet am 20. März im Rahmen der IOC-Session im griechischen Costa Navarino statt.
Um Bachs Nachfolge bewerben sich nach derzeitigem Stand sechs Männer und eine Frau. Die Übergabe des weltweit mächtigsten Amtes im Sport soll rund drei Monate später erfolgen.
Im Vorfeld von Paris hatten mehrere IOC-Mitglieder Bach zur erneuten Kandidatur für das Präsidentenamt aufgefordert. Zur Verlängerung von Bachs Amtszeit stand danach monatelang bereits eine Änderung der Olympischen Charta im Raum, ehe Bachs gegenteilige Entscheidung in Paris allen Spekulationen ein Ende bereitete.