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Politt über Pogacars Roubaix-Debüt: "Keine Sorgen machen"
Der deutsche Radprofi Nils Politt sieht seinen Teamkollegen Tadej Pogacar für dessen Roubaix-Premiere am 13. April gewappnet. "Ich glaube, da braucht man sich keine großen Sorgen machen. Jeder hat die Tour-de-France-Etappe gesehen, wie er da drüber geknallt ist. Wir haben beim Recon gesehen, wie er über das Pflaster ballert", sagte Politt im cyclingmagazine-Interview.
Weltmeister Pogacar feiert in diesem Jahr sein mit Spannung erwartetes Debüt bei der "Königin der Klassiker" in Nordfrankreich. Der Slowene vom Team UAE Emirates-XRG hatte seinen Start erst Ende März verkündet, verzichtete für Roubaix auf die Starts bei den Rennen E3 Saxo Classic und Gent-Wevelgem.
"Er hat dann schon ein bisschen Blut gerochen und ich finde, es passt in diesem Jahr auch ganz gut in sein Programm", sagte Politt: "Warum also nicht probieren? Und stell dir vor, er würde im Weltmeistertrikot bei der ersten Teilnahme gewinnen – das wäre schon etwas ganz Besonderes."
Dass Politt - 2019 Zweiter und im Vorjahr Vierter bei Paris-Roubaix - durch Pogacars Start eigene Ambitionen zurückstellen muss, stört den Kölner nicht. "Wir sind eine Mannschaft und wir wollen als Mannschaft Siege einfahren. Mir persönlich macht das wirklich überhaupt nichts aus. Wenn man seinen besten Stürmer, wie beim Fußball, bringen kann, dann bringt man den. Gerade bei den ganz großen Rennen", sagte Politt.
Zu diesen zählt auch die Flandern-Rundfahrt in Belgien am kommenden Sonntag. Dabei kommt es erneut zum Gigantenduell zwischen Pogacar und Ex-Weltmeister Mathieu van der Poel. "Wir wissen, dass wir stark sind. Und wenn Tadej dabei ist, wird es umso einfacher für uns, weil wir wissen, wir haben jemanden, der selbst Mathieu ärgern kann", sagte Politt.