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Radsport: Dankowski beerbt Scharping als BDR-Präsident

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© AFP/SID/TOBIAS SCHWARZ

Nach 20 Jahren ist Schluss für Rudolf Scharping an der Spitze des deutschen Radsportverbandes. Der frühere Bundesverteidigungsminister hat sich am Samstag auf der Bundeshauptversammlung in Würzburg verabschiedet. Die Delegierten wählten den Hamburger Wirtschaftsprüfer Bernd Dankowski einstimmig zum neuen Präsidenten, Scharping hatte nicht mehr kandidiert. Der 61-jährige Dankowski hatte in den vergangenen beiden Jahren bereits als Vizepräsident fungiert.

"Ich habe es immer als schönes, wenn auch manchmal stressiges Ehrenamt gesehen," bekannte der scheidende Präsident. 2005 hatte Scharping den Chefposten beim Bund Deutscher Radfahrer (BDR) übernommen. Kurz darauf wurde der langjährige Politiker mit der größten Krise im deutschen Radsport nach dem Dopingskandal im Team Telekom um Kapitän Jan Ullrich konfrontiert. "Wir standen vor dem Ruin, wirtschaftlich, sportlich und in der öffentlichen Wahrnehmung", sagte Scharping kürzlich dem Magazin des BDR.

Zu seinem Abschied würdigte Thomas Bach, scheidender Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), den 77-Jährigen per Grußbotschaft. Miriam Welte, Bahnrad-Olympiasiegerin und Vizepräsidentin des DOSB, bezeichnete Scharping in ihrer Laudatio als "Steuermann in turbulenten Zeiten" und "Motivator, wenn die Beine mal schwer wurden".

Scharping, der bei der Versammlung zum Ehrenpräsidenten ernannt wurde, war von 1993 bis 1995 Bundesvorsitzender der SPD und bei der Bundestagswahl 1994 deren Kanzlerkandidat. Von 1998 bis 2002 war er Bundesminister der Verteidigung im Kabinett von Kanzler Gerhard Schröder.

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