Tennis
Petkovic über Becker als Zverev-Coach: "Warum nicht?"
Boris Becker als Trainer von Alexander Zverev? Geht es nach Andrea Petkovic, wäre das ein realistisches Zukunftsszenario - und eine potentiell erfolgreiche Zusammenarbeit. "Boris hat sich ja ein bisschen selbst ins Spiel gebracht, aber warum nicht?", sagte die einstige Topspielerin dem SID am Rande eines Sponsorentermins vor dem WTA-Turnier in Hamburg im Juli.
"In der Theorie können viele Paarungen super aussehen. Auf dem Papier ist es schön, wenn zwei der besten deutschen Tennismänner zusammenkommen", führte Petkovic aus: "Aber es muss auch in der Praxis funktionieren. Und das kann man nicht wissen, wenn man es nicht probiert hat. Theoretisch kann ich es mir vorstellen, aber praktisch muss man Boris und Alexander fragen."
Becker führte einst als "Supercoach" den Serben Novak Djokovic zu sechs seiner 24 Grand-Slam-Titel - Zverev wird aktuell von seinem Vater Alexander Senior betreut. Die Gerüchte über eine mögliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Größen des deutschen Männertennis halten sich seit Längerem hartnäckig. Die derzeitige Formkrise des Weltranglistenzweiten Zverev trägt ihren Teil dazu bei.
Ob mit Becker oder ohne, Dietloff von Armin glaubt an eine baldige Rückkehr Zverevs zu seiner Topform. "Wir müssen nicht zu kritisch sein. Er ist immer noch die Nummer zwei der Welt, auch wenn er zuletzt schlechter gespielt hat", sagte der Präsident des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) im SID-Gespräch: "Ja, er hat eine kleine Delle, aber Alexander hat den höchsten Ehrgeiz, um zu sagen, diese Delle wird wieder weggehen."
Zverev hat seit seinem Finaleinzug bei den Australian Open nur selten sein bestes Tennis gezeigt. Beim Turnier in seiner Wahlheimat Monte Carlo in der kommenden Woche will der Hamburger endlich wieder in Schwung kommen - Ende Mai steht mit den French Open der nächste Grand Slam an.