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Tennis

"Sky is the Limit": Petkovic traut Lys große Karriere zu

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© IMAGO / Jan Huebner/SID/IMAGO/Daniel Lakomski/Jan Huebner

Andrea Petkovic traut Tennishoffnung Eva Lys den Sprung in die Weltspitze zu. "Ich glaube, dass sie ganz weit kommen kann, denn sie spielt modernes Tennis", sagte die einstige Topspielerin Petkovic dem SID am Rande eines Sponsorentermins vor dem WTA-Turnier in Hamburg im Juli: "Sie spielt schnell, nimmt den Ball früh, ist aggressiv und retourniert gut - all diese Dinge braucht man, um zu überleben und die hat sie. Sky is the limit."

Lys hatte bei den Australian Open mit ihrem überraschenden Achtelfinaleinzug für Furore gesorgt. Als Weltranglisten-70. ist sie derzeit die Nummer eins im deutschen Frauentennis. Auch bei der Gruppenphase im Billie Jean King Cup kommende Woche gegen die Niederlande und Großbritannien führt sie das DTB-Team an.

"Sie ist ja erst 23 Jahre alt. Mit ihrer Autoimmunkrankheit muss sie viel mehr auf ihren Körper achten, deswegen geht die Entwicklung bei ihr vielleicht nicht ganz so schnell, aber in Australien hat sie gezeigt, was sie drauf hat", lobte Petkovic. Die Hamburgerin Lys leidet an einer rheumatischen Erkrankung (Spondyloarthritis), die bei ihr vor einigen Jahren diagnostiziert wurde.

Trotz des Fehlens einer Topspielerin sieht Petkovic auch die Entwicklung im gesamten deutschen Frauentennis positiv. "Es ist immer schwierig, wenn eine starke Generation weg ist, dann herrscht manchmal ein bisschen Chaos. Dafür stehen die deutschen Mädels echt gut da", sagte die Darmstädterin. Mit Bundestrainer Torben Beltz habe man einen "super Mann in den eigenen Reihen, der bei allen Spielerinnen ganz nah dran" sei und die Entwicklung vorantreibe.

DTB-Präsident Dietloff von Arnim äußerte sich im SID-Gespräch ein wenig zurückhaltender. "Wir können nicht ganz zufrieden sein. Es gibt den schönen Spruch 'die Weltrangliste lügt nicht'; und wir wünschen uns schon, dass die deutschen Spielerinnen besser stehen", sagte der Funktionär in Hamburg, betonte aber das Potenzial in den eigenen Reihen: "Wir haben viele hoffnungsvolle Talente", so von Arnim.

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