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FC Bayern: Warum geht Thomas Müller? Max Eberl erklärt Entscheidung des Vereins

  • Aktualisiert: 05.04.2025
  • 12:44 Uhr
  • SID

Es hat sich in den letzten Wochen abgezeichnet - nun verkündet es Thomas Müller selbst. Max Eberl begründet die Entscheidung aus Vereinssicht.

Thomas Müller und der FC Bayern gehen nach 17 Profijahren getrennte Wege: Das verkündete das Münchner Klub-Idol am Samstagvormittag auf Instagram. "Der Verein hat sich bewusst dafür entschieden, mit mir keinen neuen Vertrag für die nächste Saison zu verhandeln. Auch wenn dies nicht meinen persönlichen Wünschen entsprach, ist es wichtig, dass der Verein seinen Überzeugungen folgt", schrieb Müller in einem Brief an die Fans des deutschen Fußball-Rekordmeisters.

Er respektiere den Schritt, ergänzte der 35-Jährige, "den sich Vorstand und Aufsichtsrat bestimmt nicht leicht gemacht haben". Müller hielt aber nicht damit hinter dem Berg, dass ihm das jüngste "Hin und Her in der Öffentlichkeit nicht gefallen" habe. Dennoch spüre er "von allen Beteiligten die Wertschätzung für meine lange Zeit beim FC Bayern".

Die Bosse äußerten sich wenig später in einer Vereinsmitteilung voller Anerkennung. Müller sei "der Inbegriff einer bayerischen Bilderbuchkarriere", sagte Präsident Herbert Hainer, Vorstandsboss Jan-Christian Dreesen bezeichnete ihn als "eine der größten Spielerpersönlichkeiten dieses Klubs".

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FC Bayern: Kaderplanung entscheidend für Müller-Abschied

Weiter sprach Dreesen - anders als Müller in seinem offenen Brief - von einer "einvernehmlichen Einigung" und einer "gemeinsamen Lösung". Sportvorstand Max Eberl betonte: "Diese Entscheidung ist uns verständlicherweise alles andere als leichtgefallen, und ausschlaggebend war am Ende ganz allein die Kaderplanung, bei der wir den Fokus auf die Zukunft richten." Müller werde noch bei der Klub-WM (15. Juni bis 13. Juli) für den FC Bayern spielen.

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Das Wichtigste zum FC Bayern

Wo Müllers Zukunft liegt und ob er seine aktive Karriere woanders fortsetzen wird, verriet er zunächst nicht. Der Ur-Bayer gehört "seinem" Klub seit 25 Jahren an, 2008 feierte er unter Trainer Jürgen Klinsmann sein Debüt in der ersten Mannschaft.

Müller gewann mit den Bayern zweimal die Champions League, zwölfmal die Meisterschaft und sechsmal den DFB-Pokal. Insgesamt absolvierte er bislang 743 Pflichtspiele (247 Tore) für die Münchner - so viel wie kein anderer Spieler vor ihm. Er überflügelte damit Vereinslegenden wie Sepp Maier (709), Oliver Kahn (632), Gerd Müller (613) oder Franz Beckenbauer (584). Der 131-malige Nationalspieler war 2000 vom TSV Pähl in die D-Jugend des FC Bayern gewechselt.

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Thomas Müller: Stimmen zum Bayern Abschied

Thomas Müller (in der Mitteilung des FC Bayern): "Es ist klar, dass das für mich heute alles andere als ein Tag wie jeder andere ist. Meine 25 Jahre lange Zeit als Spieler des FC Bayern München wird im Sommer zu Ende gehen. Es war eine unglaubliche Reise, geprägt von einzigartigen Erlebnissen, großartigen Begegnungen und unvergesslichen Triumphen. Ich empfinde enorme Dankbarkeit und Freude, dass ich diese Karriere bei meinem Herzensklub machen durfte. Die ganz besondere Verbindung zum Verein und unseren fantastischen Fans wird immer bestehen bleiben. Was ich mir zum Abschied wünsche, sollte klar sein: Titel, die wir miteinander feiern können und Momente, die wir alle noch lange positiv in Erinnerung behalten. Wir werden in den nächsten Wochen alles geben, um die Meisterschaft wieder nach München zu holen und unser ersehntes Finale Dahoam zu erreichen. Pack ma's gemeinsam an!"

Herbert Hainer (Präsident Bayern München): "Thomas Müller ist der Inbegriff einer bayerischen Bilderbuchkarriere, er ist großgeworden in und mit Bayern: Vom Ammersee in die Allianz Arena, bis nach Asien und Amerika. Niemand gewann mehr Deutsche Meisterschaften, und bisher 33 Titel sprechen Bände. Er reiht sich in die Riege der herausragendsten Persönlichkeiten des FC Bayern ein."

Jan-Christian Dreesen (Vorstandsvorsitzender Bayern München): "Das Wichtigste ist, dass wir eine gemeinsame Lösung gefunden haben. Thomas Müller ist eine der größten Spielerpersönlichkeiten dieses Clubs, und dementsprechend war es uns ein Anliegen, fair und einvernehmlich eine Einigung zu finden. Jetzt wollen wir miteinander dafür sorgen, dass diese unvorstellbare Karriere mit hoffentlich drei weiteren Titeln gekrönt wird. Es gibt wenige Spieler, von denen die Fans noch Jahrzehnte nach ihrer Karriere schwärmen. Thomas Müller wird einer von ihnen sein."

Max Eberl (Sportvorstand Bayern München): "Diese Entscheidung ist uns verständlicherweise alles andere als leichtgefallen, und ausschlaggebend war am Ende ganz allein die Kaderplanung, bei der wir den Fokus auf die Zukunft richten. Die Gespräche, die wir mit Thomas geführt haben, verliefen von beiden Seiten offen und transparent. Thomas weiß, dass er beim FC Bayern die allerhöchste Wertschätzung genießt. Daran ändert auch diese Entscheidung nichts. Jetzt wollen wir gemeinsam mit ihm noch Titel holen. Thomas Müller spielt nicht nach Lehrbuch – er schreibt sein eigenes: 25 Jahre FC Bayern auf höchstem Niveau."

Christoph Freund (Sportdirektor Bayern München): "Thomas Müller: Keine Tricks, keine Show – dafür ungemein viel Instinkt und außergewöhnliche Spielintelligenz - Fußball pur. Einen wie ihn wird es nie wieder geben, keine Frage, und er hat den FC Bayern von klein auf verinnerlicht. Diese Entscheidung war extrem schwer, das kann jeder nachvollziehen. Am Ende waren es Gründe der Kaderplanung, und am wichtigsten ist, dass man sich danach in die Augen schauen kann. Das ist hier der Fall. Jetzt werden wir alles dafür geben, um zum Ausklang noch gemeinsam Titel zu holen."

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