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nach ausscheiden im dfb-Pokal

Werder Bremen: Die Pleite gegen Arminia Bielefeld war keine Sensation, sondern ein Tiefschlag mit Ansage - ein Kommentar

  • Aktualisiert: 26.02.2025
  • 13:39 Uhr
  • Tobias Wiltschek

Das Scheitern von Werder Bremen im Pokal als Sensation zu bezeichnen, wird der Situation im Klub nicht gerecht. Eine Niederlage wie jetzt in Bielefeld hat sich seit Wochen abgezeichnet.

Von Tobias Wiltschek

Nach der Pokalpleite von Weder Bremen bei Arminia Bielefeld war viel von "Sensation" die Rede. Klar, schließlich hatte ein Drittligist einen Bundesligisten rausgeworfen. Das kann ja nur sensationell gewesen sein, oder?

Mitnichten! Denn hier liegt der Fall ganz anders. Schon vor der Partie auf der ausverkauften Bielefelder Alm hatte man nicht den Eindruck, dass sich der Bundesligist strotzend vor Selbstbewusstsein auf die Reise in die ostwestfälische Provinz macht.

Vielmehr hatte Werder Bremen mit sich selbst zu tun. Nach der krachenden 0:5-Klatsche beim SC Freiburg in der Bundesliga war es um die Ruhe im sonst so unaufgeregt funktionierenden Traditionsklub aus der Hansestadt endgültig vorbei.

Es war ja nicht die erste negative Erfahrung in diesem Kalenderjahr. Nur einen Sieg konnte Bremen 2025 bis dato feiern, bis es im Februar endgültig den Bach runter ging – und auf einmal nicht nur sportlich Zweifel an der Mannschaft aufkamen.

Keiner dürfe mit dem Finger auf andere zeigen, polterte Coach Ole Werner nach der Demütigung im Breisgau los und gab damit in aller Öffentlichkeit preis, dass es auch um den zuvor so sehr gepriesenen Zusammenhalt im Team nicht mehr zum Besten stand.

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Arminia Bielefeld ohne Respekt

In dieser Gemütslage also machten sich die Bremer auf die Reise zur Arminia, die nur auf dem Papier zwei Klassen schlechter war. Auf dem Rasen war von einem Zweiklassenunterschied von Beginn an nichts zu sehen.

Bielefeld zeigte keinerlei Respekt vor dem Bundesligisten und führte nach der wohl schlechtesten ersten Halbzeit der Bremer in dieser Saison völlig verdient mit 2:0.

Als Werder nach der Pause mit mehr Schwung aus der Kabine kam und den schnellen Anschluss erzielte, fühlte man sich kurz an das Pokalspiel vor einigen Wochen in Leverkusen erinnert, als die favorisierte Werkself gegen Köln ebenfalls schnell zum 1:2 traf.

Doch im Gegensatz zu Leverkusen konnte Werder die Drangphase nicht lange aufrechterhalten. Und spätestens als Amos Pieper in der Nachspielzeit per Kopf nur die Latte und nicht - wie Leverkusens Patrik Schick gegen Köln – ins Tor traf, war die Hoffnung dahin.

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Werder Bremen: Niederlage in Bielefeld ist der vorläufige Tiefpunkt des Absturzes

Es war eine Niederlage mit Ansage, die nun den vorläufigen Tiefpunkt der Bremer Talfahrt darstellt. Was man auch an der Reaktion der Werder-Fans ablesen konnte. Die haben die Mannschaft nach dem Schlusspfiff mit Bierbechern und anderen Gegenständen von der Kurve in die Kabine regelrecht vertrieben.

Der Traum, über den DFB-Pokal nach langer Abstinenz mal wieder in den Europapokal einzuziehen, ist zu Ende. In der Bundesliga, in der die Bremer bis Ende letzten Jahres sogar in der Nähe der Champions-League-Plätze unterwegs waren, befindet sich Werder im grauen Nirgendwo.

Und wenn sie nicht bald wieder anfangen zu punkten, könnte es sogar noch schlimmer kommen. Sie wären nicht die ersten, die mit 30 Punkten aus der Bundesliga abgestiegen sind.

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